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Differenzbesteuerung - Anforderungen an Angebotsgestaltung und Rechnung

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  1. Was ist Differenzbesteuerung?
  2. Besteht eine Pflicht zur Differenzbesteuerung?
  3. Muss ich die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (UStID) angeben?
  4. Anforderungen an Angebotsgestaltung
  5. Anforderungen an Rechnung

Was ist Differenzbesteuerung?

Die Differenzbesteuerung ist eine besondere Art der Versteuerung. Mit ihrer Hilfe soll vermieden werden, dass der nicht zum Vorsteuerabzug Berechtigte beim Wiederverkauf entsprechender Waren nochmals Umsatzsteuer in voller Höhe abführen muss. Bemessungsgrundlage der Differenzbesteuerung ist abweichend von § 10 UStG nicht das Entgelt des Leistungsempfängers, sondern die Differenz zwischen Verkaufspreis und Einkaufspreis, § 25a Abs. 3 UStG.

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Besteht eine Pflicht zur Differenzbesteuerung?

Als Wiederverkäufer kann man grundsätzlich bei jeder Lieferung auf die Differenzbesteuerung verzichten, ganz egal wer der Abnehmer ist. Diese Möglichkeit ist nur dann ausgeschlossen, wenn und soweit man die Bemessungsgrundlage nach der Gesamtdifferenz für den Besteuerungszeitraum ermittelt (§ 25a Abs. 8 S. 1 UStG). Verzichtet man im Einzelfall auf die Möglichkeit der Differenzbesteuerung, unterliegt der jeweilige Umsatz den allgemeinen Regelungen des Umsatzsteuergesetzes.

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Muss ich die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (UStID) angeben?

Sofern eine UStID vorhanden ist, muss sie wie bei allen anderen gewerblichen Angeboten angegeben werden. Es reicht der Hinweis im Impressum.

Mehr zum Thema Umsatzsteuer-Identifikationsnummer.

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Anforderungen an die Angebotsgestaltung

Wenn Sie einen differenzbesteuerten Artikel verkaufen, sind nach einem Urteil des Landgerichts Hamburg (Urteil vom 11.10.2011, 416 HKO 86/11) folgende Angaben erforderlich und auch ausreichend:

Im Falle einer Differenzbesteuerung verlangt § 1 Abs. 2 S. 1 Nr. 1 Preisangabenverordnung in Ergänzung zum Endpreis den klarstellenden Hinweis „inkl. MwSt.“. Damit ist klar gestellt, dass der Endpreis bereits Umsatzsteuer und sonstige Preisbestandteile beinhaltet und damit einen Bruttopreis darstellt. Wichtig für die Differenzbesteuerung ist, dass kein konkreter Steuersatz angegeben wird, da sonst wiederum nicht die Differenz besteuert wird, sondern das letztliche Entgelt des Empfängers. Hierzu ist es zwingend notwendig, dass Sie im Angebotsformular als Mehrwertsteuersatz „0“ eintragen. Wenn Sie das Feld leer lassen, wird später im Angebot der Hinweis „inkl. MwSt.“ nicht angezeigt.

Es besteht keine Pflicht zur Angabe des Netto-Preises. Dies ist weder nach dem Umsatzsteuergesetz noch von der Preisangabenverordnung vorgesehen.

Bei einer Differenzbesteuerung müssen auf der Artikelseite die Liefer- und Versandkosten gesondert ausgewiesen werden. Es bestehen insoweit keine Besonderheiten gegenüber anderen gewerblichen Angeboten.

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Anforderungen an Rechnungen

In der Rechnung ist auf die Anwendung der entsprechenden Sonderregelung nach § 25a UStG hinzuweisen (§ 14a Abs. 6 UStG). Seit 2013 ist - je nach gehandeltem Gegenstand - hierfür verpflichtend folgende Formulierung zu verwenden:

  • "Gebrauchtgegenstände/Sonderregelung"
  • "Kunstgegenstände/Sonderregelung“
  • "Sammlungsstücke und Antiquitäten/Sonderregelung"

Ebenfalls ist darauf hinzuweisen, dass die Mehrwertsteuer nicht gesondert ausgewiesen wird. Im Verkaufsmanager Pro können Sie hierfür das Kommentarfeld im Rechnungsformular verwenden.

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